Praxisnahe Workshops, Fortbildungen, Unterrichtsmaterialien und Förderungen – von der Volksschule bis zur Oberstufe. Alle Workshops finden im TU Transformer statt. Volksschulen, Mittelschulen und Polytechnische Schulen aus Wien können sie im Rahmen der Wiener Bildungschancen kostenlos buchen.
Unsere Angebote für Schulen im Überblick
Workshops
Thematische Workshops zu Technik, Robotik, KI und Nachhaltigkeit – einzeln buchbar oder als Mix & Match kombinierbar.
Fortbildungen für Lehrkräfte
SCHILF/SCHÜLF und PH-Fortbildungen – hands-on und direkt im Transformer für Pädagog:innen.
Unterrichtsmaterialien
Frei verfügbare Stundenbilder und Materialien rund um Kunststoffe, Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit.
Förderungen & Kooperationen
Fördermöglichkeiten für eigene Schulprojekte – von P.L.A.N.E.T. bis zu Partnerangeboten in Wien und NÖ.
Weitere interessante Angebote für Schulen
- CirKuS – Kunststoffe machen Schule · PLANET – Schulklassen erarbeiten Lösungen für die neun Planetaren Grenzen
- Abenteuer Informatik · EduLAB · Geo-Tag · TU4Math · TU Mitmachlabor Chemie
- Tag der offenen Tür Getreidemarkt & ETIT · Berufspraktische Tage Maschinenbau · Campusführung für Schulklassen
- Workshops unserer Partner: A1 Wissenswerkstatt · Umblick · Precious Plastic · Initiative Baukulturvermittlung
Unser pädagogisches Konzept – Orientierung für Lehrkräfte
Der Transformer ist ein Co-Creation-Space der TU Wien, in dem Schüler:innen durch praktische Erfahrungen und partizipative Prozesse für Klima, Energie und Nachhaltigkeit begeistert werden. Unsere Leitidee folgt dem von Konrad Lorenz geprägten Prinzip: „Man schützt nur, was man liebt, und man liebt nur, was man kennt.“ Erst durch Erleben, Begreifen und Mitgestalten entsteht die Motivation, sich aktiv für Klimaschutz und Klimawandelanpassung einzusetzen.
Worauf unsere Workshops aufbauen
Unsere Bildungsangebote orientieren sich an den Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und aktuellen pädagogischen Konzepten:
- Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) Orientierung an den SDGs, Förderung von Gestaltungskompetenz und Verknüpfung ökologischer, sozialer und technischer Perspektiven.
- Grüne Pädagogik Lernen im realen Raum – am echten Objekt, mit echten Materialien und Materialkreisläufen. Subjektorientiert und erfahrungsbasiert.
- Backward Design Wir planen von den Lernzielen her: Welche Kompetenzen sollen Schüler:innen am Ende besitzen? Von dort aus werden Inputs, Methoden und Outputs systematisch rückwärts gestaltet.
- Kompetenzorientierung nach Bloom Unsere Workshops decken alle Anforderungsniveaus der Lernzieltaxonomie ab:
- Erinnern & Verstehen: Grundwissen zu Klima, Energie, Materialien
- Anwenden: Experimente, Bau- und Zerlegeübungen
- Analysieren: Lebenszyklen, Ökobilanzen, Dateninterpretation
- Bewerten: Reflexion von Alternativen, ethische und ökologische Aspekte
- Kreieren: eigene Projekte, Prototypen, Zukunftsentwürfe
- Wissenschaftskommunikation & Co-Creation Forschende, Lehrende und Studierende der TU Wien sind direkt eingebunden. Schüler:innen wirken als Ko-Forschende und Gestalter:innen – Wissenschaft aus erster Hand.
Wie ein Workshop bei uns abläuft
Jedes Workshop-Design verbindet drei Elemente, angepasst an die jeweilige Schulstufe:
- Niederschwelliger Input – altersgerechte Vermittlung des Fachwissens
- Praktische Anwendung – hands-on: bauen, experimentieren, zerlegen, gestalten
- Gemeinsame Reflexion – Bezug zum Alltag und zu eigenen Handlungsoptionen
So werden nicht nur Fakten vermittelt, sondern gezielt höhere Denkprozesse und Gestaltungskompetenz angeregt.
Welche Kompetenzen Ihre Schüler:innen mitnehmen
- Fachliche Kompetenz & Systemverständnis: Ursachen, Folgen und Risiken des Klimawandels erkennen und in ökologische wie soziale Zusammenhänge einordnen – z. B. Klimawandelfolgen in der eigenen Lebenswelt oder Funktionsweisen erneuerbarer Energien.
- Methodische & problemlösende Kompetenz: Durch hands-on Aufgaben (Bauen, Experimentieren, Programmieren) lernen Schüler:innen, Probleme kreativ und kritisch zu analysieren und Lösungen eigenständig zu erarbeiten.
- Soziale & kommunikative Kompetenz: Kooperative Formate (Teamprojekte, Gruppenarbeiten, Diskussionen) stärken Teamfähigkeit, Kommunikation und das Verständnis für unterschiedliche Perspektiven.
- Selbstwirksamkeit & Werteorientierung: Schüler:innen erfahren, dass ihr Handeln Wirkung zeigt. Erfolgreich umgesetzte Projekte stärken das Vertrauen in die eigene Gestaltungsfähigkeit und wirken Ohnmachtsgefühlen gegenüber der Klimakrise entgegen.
- Berufsorientierung Richtung Green Jobs: Der praktische Umgang mit Werkzeugen, Materialien und nachhaltigen Technologien baut Hemmschwellen ab und eröffnet Perspektiven für Ausbildungswege im MINT- und Nachhaltigkeitsbereich.
Anknüpfung an den Unterricht
Die Workshops greifen zentrale Zukunftsthemen fächerübergreifend auf:
- Klimawandelanpassung – z. B. Begrünung, Hitzeschutz, Stadtklima
- Erneuerbare Energien & Energiewende – z. B. Energietechnologien selbst ausprobieren
- Klimaschutz & Kreislaufwirtschaft – z. B. Lebenszyklen von Konsumgütern, Upcycling, Reparatur
Interdisziplinarität wird dabei erlebbar: Eine Aufgabe wie „Baue ein energiesparendes Hausmodell“ verbindet Physik (Dämmung), Design (Gestaltung) und Informatik (Sensorik). So üben Schüler:innen, Probleme ganzheitlich zu betrachten – Denken in Netzwerken statt in Silos.
Diversität & Inklusion
- Geschlechtergerechte Pädagogik: Technik-Workshops mit Alltagsbezug, kooperativen Settings und weiblichen Role-Models, damit sie explizit auch Mädchen ansprechen.
- Niederschwelligkeit: Inklusive Atmosphäre, einfache Sprache und Teamaufgaben, zu denen jede:r beitragen kann – unabhängig von sozialem oder kulturellem Hintergrund.
- Barrierefreiheit: Barrierefreier Zugang und Berücksichtigung verschiedener Lernbedürfnisse.
Qualitätssicherung durch die TU Wien
Die enge Anbindung an die TU Wien sichert die fachliche und didaktische Qualität: Lehrveranstaltungen und Forschungsprojekte sind in den Bildungsbetrieb eingebunden, Studierende reflektieren die Angebote im Rahmen von Hospitationen, und Feedback aus den Workshops fließt kontinuierlich in die Weiterentwicklung des Konzepts ein.
