Die meisten Netzwerktreffen funktionieren so: Man stellt sein Projekt vor, alle nicken, man geht wieder. Am 10. September war das anders. Beim Pro Action Café der Plattform „Klimakommunikation & Jugendbeteiligung“ haben wir den Transformer nicht präsentiert, sondern zur Diskussion gestellt – mit unseren offenen Fragen statt mit unseren Erfolgen.
Was die Plattform macht
Die Plattform wird von der Bundesjugendvertretung koordiniert und im Rahmen von klimaaktiv über die Österreichische Energieagentur getragen. Sie bringt Menschen zusammen, die sonst in getrennten Welten arbeiten: Jugendarbeit, Klimakommunikation, Forschung und Verwaltung. Genau diese Mischung macht sie für uns wertvoll – wir bekommen dort Rückmeldungen von Menschen, die junge Zielgruppen aus einer ganz anderen Richtung kennen als wir. Mit wem wir sonst noch zusammenarbeiten, steht auf unserer Seite Netzwerk.
Pro Action Café: Fragen statt Folien
Beim Pro Action Café bringen vier bis fünf Projekte je eine konkrete Fragestellung mit. In kleinen Gruppen wird dann nicht bewertet, sondern weitergedacht: Wer am Tisch sitzt, bringt Erfahrung, Gegenfragen und Ideen ein. Das Format lohnt sich nur für Projekte, bei denen tatsächlich noch etwas offen ist und Rückmeldungen etwas verändern können. Für uns war das genau der richtige Zeitpunkt – deshalb haben wir den Transformer eingebracht und einen der Tische gehostet.
Unsere drei offenen Fragen
Der Transformer steht gerade an einem Übergang. Die Aufbauförderung läuft aus, der Raum im Gebäude am Rennweg soll aber weiterlaufen. Das wirft drei Fragen auf, die wir mit an den Tisch genommen haben:
- Ein tragfähiges Betriebsmodell. Wie finanziert sich ein offener Lern- und Innovationsraum, wenn die Anschubfinanzierung endet?
- Neue Partnerschaften. Mit wem sollten wir zusammenarbeiten, damit aus einem ehemaligen Leerstand dauerhaft ein genutzter Ort wird? Unsere bestehenden Formate für Unternehmen und Institutionen stehen unter Angebote für Organisationen.
- Der Beteiligungsprozess. Gemeinsam mit der Ludwig Boltzmann Gesellschaft haben wir einen Prozess aufgesetzt, über den Jugendliche mitbestimmen, was im Transformer passiert. Wie entwickeln wir ihn für die nächste Runde weiter?
Warum wir das öffentlich sagen
Über offene Fragen zu sprechen, ist unangenehmer als über fertige Ergebnisse. Aber ein Raum, der Kinder und Jugendliche ernsthaft beteiligen will, kann nicht selbst hinter verschlossenen Türen geplant werden. Wenn Sie in einem dieser drei Punkte etwas beitragen können – als Schule, Organisation, Unternehmen oder Förderstelle – melden Sie sich gern über Kontakt. Schulen finden unsere Angebote unter Für Schulen, inklusive Förderungen & Kooperationen für Klassenprojekte.


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